Video Statements aus dem Homeoffice

Die 10 besten Tipps für authentische Video-Statements direkt in die Kamera

Einfach? Nein, einfach ist es nicht, das Sprechen in die Kamera. Du schaust in die kleine, schwarze Linse deines Smartphones oder PCs, solltest freundlich dreingucken, flüssig sprechen und alles, was du von dir gibst, muss auch noch Sinn machen. Last but not least drückt auch noch der kritische Perfektionist durch: Du wirst mit deinem Auftritt kaum zufrieden sein… Aber hey, nimms locker: Persönlichkeit ist wichtiger als Perfektion! Gerade jetzt in Zeiten von Homeoffice wegen Corona.

1. Steh und sitze nicht
Steh aufrecht und ruhig vor die Kamera, die Füsse hüftbreit auseinander. Sitzen ist die zweite, weniger gute Option: Dein Körper hat kaum Tonus, die Atmung ist flacher, deine Schultern fallen nach vorne, das Bäuchlein wölbt sich, Hemd oder Bluse werfen unschöne Falten. Sitz nur, wenns nicht anders geht!

2. Wähle eine zentrierte Cadrage
Wähle eine zentrierte Cadrage. Deine Hände darf man übrigens sehen. Sie sind ein wichtiges Kommunikationsmittel und unterstützen das, was du sagst, in deiner ganz eigenen Art.

3. Blick in die Kamera und lächle
Guck direkt in die Kameralinse, nicht auf den Kameramann, nicht ins Leere und schon gar nicht auf den Screen. Ohne Übung wirkst du ernst, steif und angestrengt. Darum: Immer dezent lächeln, das hilft!

4. Kenne dein Publikum
Sei dir stets bewusst, wer dein Publikum ist. Warum schaut es deinen Smovie? Welche Erwartungen hat es an den Inhalt? Auf welchem Vorwissen kannst du bauen? Richte dein Statement aufs Publikum aus und passe deine Sprache entsprechend an.

5. Sei dich selbst
Kopier keine Nachrichtensprecher (das ist ein eigener Beruf), bleib authentisch und dich selbst. Kurze Sprechpausen, in denen du nach dem richtigen Wort oder passenden Gedanken suchst, schaden nicht. Im Gegenteil: Das wirkt natürlich und kommt sympathisch rüber.

6. Zu einem Freund reden
Stell dir vor, du sprichst zu (noch besser: mit) deinem besten Freund. Denn am anderen Ende des Kanals sitzt immer ein (1) Mensch vor dem Screen. Sprich ihn direkt und in der Einzahl an: Sie oder Du statt Wir oder Ihr.

7. Sprich einfach
Rede einfach, klar und verständlich, das heisst: kurze Sätze und aktive Formulierungen. Verzichte auf Fachjargon und vermeide Abkürzungen, die nur Insider kennen. Wähle die richtige Sprache: Dialekt, Hochdeutsch oder Fremdsprache?

8. Rede frei
Lies nicht von deinem Manuskript ab. Ein Script ist hilfreich, ja, aber es soll bloss als inhaltlicher Leitfaden dienen, falls du einen Take mehrmals wiederholen musst.

9. Erzähl persönliche Anekdoten
Wirf persönliche Episoden ein, sie machen dich als Mensch spür- und fassbar. Sobald du von eigenen Erlebnissen und eigenen Erfahrungen erzählst, können sich deine Zuschauer viel besser mit dir identifizieren. Ohne diese individuelle Note wirkst du eher trocken und lehrerhaft – ein Theoretiker halt, der nix vom Leben versteht…

10. Wiederhole, wiederhole, wiederhole
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Versprecher sind normal, Blockaden auch. Du wirst mehrere Anläufe brauchen, bis dein finales Statement sitzt. Wiederhole die Takes und hab Geduld!

Lies deine Botschaft nicht ab und verzichte auf Teleprompter Apps – das ist nix für Anfänger.

Sollst du deinen Text vorgängig scripten? Jein. Deine Botschaft muss einfach, klar und verständlich sein. Schreiben hilft, deine Gedanken zu bündeln und deine Aussagen zu schärfen. Vielleicht liebäugelst du sogar damit, dir den Text auf den Handyscreen mit einer App wie Teleprompter Premium (13 Franken) einblenden zu lassen? Soferns dich reizt, probier es aus, aber sei gewarnt: Text ablesen und gleichzeitig entspannt und natürlich wirken, ist sehr anspruchsvoll. Nutze dein Script besser als Gedankenstütze zwischen den einzelnen Takes. Das ist zielführender.