28.10.2019

Corporate Storytelling: So erzählst du deine Geschichten mit Handyfilmen

Erinnerst du dich? An deinen ersten süssen Kuss als Teenager, ganz hinten im Kino? An dein Lieblingsmärchen, das deine Mutter dir erzählt, damit du einschlafen kannst? Erinnerst du dich an dein Gefühl: an deinem ersten Schultag, an dein erstes Tor auf dem Fussballplatz, an den Tod deines Meerschweinchens?

Es sind die Erlebnisse, die uns Menschen prägen, und die Emotionen, die wir mit dem Erlebten verbinden. Und weil wir soziale Wesen sind, teilen wir unsere Gefühle mit anderen Menschen in Form von Geschichten – nicht mit Fakten und Zahlen. Unser Hirn liebt Geschichten!

  • Weil Geschichten am längsten gespeichert werden: auch Memory-Effekt genannt
  • Weil eine neuronale Kopplung passiert: empathische Verbindung zwischen Menschen
  • Weil das Hormon Oxytocin ausgeschüttet wird: Es stärkt das Mitgefühl
  • Weil die Aufmerksamkeit hoch bleibt: für eine bessere Konzentration

Filmisches Storytelling ist einfach und schwierig zugleich – ähnlich wie kochen. Rezept, Zutaten und Zubereitung spielen zusammen. Zwischen dem Einkaufen auf dem Markt und dem Genuss auf dem Teller kann ziemlich viel schiefgehen. Bei Kulinarik wie beim Film gilt deshalb: Übung macht den Meister.

#1 Erzähl eine einfache Geschichte

Das menschliche Hirn liebt simples Zeugs, bei dem es nicht viel denken muss und maximal Energie spart. Frag dich: Wie lautet der Titel deiner Geschichte und lässt sie sich in zwei, drei Sätzen erzählen? Wenn nein, dann musst du nochmals über die Bücher. Apropos Hirn: Wenn du mal die Chance hast, einen Vortrag von Neuromarketing-Experte Hans-Georg Häusel zu besuchen, geh hin. Warum? Darum:

#2 Arbeite mit einer Polarität

Such ein Thema, das wir alle kennen, ein sogenanntes Urthema. Arbeite dabei mit Polaritäten wie Liebe und Hass, Aufstieg und Fall, Leben und Sterben. Das sind Lebenssituationen, die wir Menschen aus eigener Erfahrung kennen. Noch besser: Knüpfe deine Story an Ersterlebnisse des Zuschauers an, denn sie prägen uns Menschen am stärksten.

  • Welches Urthema liegt deiner Geschichte zugrunde?
  • Welche Polarität kommt vor?
  • An welche emotionalen Erlebnisse dockt deine Geschichte an?

#3 Protagonist mit einer Prüfung

Erzeuge Spannung dank einer Prüfung, eines Problems, eines Konflikts! Dein Protagonist (bei Erklärvideos ist das der Zuschauer selbst) sollte eine schwierige Aufgabe lösen: Ausgangssituation – Problem – Lösung – neue und bessere Ausgangssituation.

  • Ist der Konflikt glaubwürdig?
  • Erkennt sich der Zuschauer darin wieder?

#4 Definiere den sinnstiftenden Zweck 

Jede Geschichte hat eine Botschaft und idealerweise auch einen Purpose. Die Story muss für den Zuschauer Sinn ergeben, er muss etwas mitnehmen können. Was ist die Moral deiner Geschichte?

#5 Spiel die sensorische Immersion aus

Jedes Lebewesen nimmt Informationen über seine Sinne wahr: sehen, hören, riechen, schmecken, tasten. Bewegtes Bild kann alle Sinne ansprechen. Je sinnlicher der Film, desto stärker wirkt er auf den Zuschauer. Frag dich: Wie kannst du deine Geschichte sinnlich inszenieren? Hornbach macht es vor:

In unserem Online Video Kurs lernst du mehr übers filmische Storytelling

Du willst gute Geschichten erzählen, in Form von Handyvideos? Im Online Video Kurs Filmisches Storytelling lernst du die Bausteine kennen und die Methoden umsetzen. Filmisches Storytelling hat nichts mit der Produktionsmethode zu tun. Sondern mit der Art, wie du deine Geschichte erzählst. Ob mit Handyvideos oder in einer konventionellen Produktion.