Eine ungeschnittene Einstellung von 30 Sekunden? Vergiss es! Wenn du checkst, was ein Bild dir sagen will, dann muss schon das nächste kommen. Schnitt, neue Perspektive, neue Aussage: Handyvideos weisen eine ganz eigene Dynamik auf. Das liegt mir. Bei Smovie kann ich meine Kreativität und meine Faszination für das Medium Bewegtbild voll ausleben. Als Produzentin und als Coach.
Für mich ist ein Film wie Musik. Beide haben Rhythmus, beide folgen einem Takt – zumindest, wenn sie als gelungen wahrgenommen werden. Das habe ich schon als Kind begriffen, als ich das Spielen auf der Harfe erlernte. In einem Musikatelier filmten wir uns später beim Musizieren, mit der Zeit wurden daraus Clips, in denen Musik und Handlung miteinander verschmolzen. Klänge und Bilder – und alles tick-tack, tick-tack, voll im Takt!
Ich mag das Tempo und ich mag die Reduktion auf das Wesentliche. Weshalb eine Minute lang über etwas sprechen, wenn die Information auch in zwei Sekunden vermittelt werden kann? Diesen Grundsatz wende ich als Produzentin genauso an wie als Coach. Das bedeutet auch, dass man manchmal hart mit sich selbst und seinen Ideen sein muss. Persönlich bekunde ich wenig Mühe, mich von gelungenen Einstellungen zu verabschieden. Dient das Bild nicht der Information, vermittelt ein Satz inhaltlich keinen Mehrwert: weg damit! Gerade in den Sozialen Medien ist weniger häufig tatsächlich mehr. Man muss sofort auf den Punkt kommen.
Realisiere ich ein Video, will ich verstehen, was da vor der Linse passiert. Wenn ich das Geschehen selber nicht richtig einordnen kann, wie sollen es dann diejenigen können, die sich später den fertigen Clip ansehen? Deshalb ist es wichtig, die richtigen Fragen zu stellen. Und die Antworten in die passenden Einstellungen und Bilder zu verpacken. Kurz und knackig soll so ein Smovie sein – und am besten immer mit einem Aha-Effekt enden!
Als Coach gehe ich immer auf die Bedürfnisse meiner Gegenüber ein. Die sind mannigfaltig. Denn die Ü40er haben ganz andere Vorstellungen davon, wie ein Clip, ein Reel oder ein Feed daherkommen sollte, als meine Generation, die Generation Z. Hochkant zum Beispiel ist das neue Horizontal, das haben immer noch nicht alle begriffen. Doch egal, ob Vertikal oder quer: Hauptsache, es hat Rhythmus! Und da ist mir ein 16tel-Takt mit Drive viel lieber als ein gemächlicher Walzer im Dreivierteltakt.
